Dr. med. Marion Kandler, Fachärztin für Innere Medizin, Freiberg:

"Die Koloquinte ist die Heilpflanze des Jahres 2012. Dies führte zu einer Anzahl Artikel in der Fach- und Tagespresse über sie. In Deutschland herrscht seit einiger Zeit wieder mehr Interesse an natürlichen Heilmitteln und Heilpflanzen, was ich auch in meinem Praxisalltag oft erlebe."

 

Aktuelle Studien aus Mittelmeer-Ländern, in denen die Koloquinte beheimatet ist, bestätigen ansatzweise die Wirksamkeit der Heilpflanze für unterschiedliche Indikationen, wie sie aus der traditionellen Heilkunde überliefert sind.

Vor diesem Hintergrund berichte ich aus meiner langjährigen Erfahrung mit Koloquintenfruchtauszügen. Es geht mir hierbei um die Wirksamkeit einer alten und teilweise vergessenen Heilpflanze.

Wie bei allen hochwirksamen Arzneien ist auch bei der Einnahme von alkoholischem Koloquintenfruchtauszug die vorgeschriebene Dosis genau einzuhalten. Eine ärztliche Verordnung ist erforderlich, da sich die Koloquinte nicht zur Selbstmedikation eignet.

 

Fall 1 - Bauchkrämpfe

Eine 43-jährige Patientin stellte sich mit krampfartigen Bauchschmerzen in der Praxis vor.

Den verordneten alkoholischen Koloquintenfruchtauszug nahm die Patientin regelmäßig ein.

Eine Besserung der Beschwerden machte sich nach 1-2 Tagen bemerkbar. Beschwerdefreiheit trat nach 1 Woche Einnahme ein.

 

Fall 2 - Arthritis

Eine 54 Jahre alte Patientin ist an rheumatoider Arthritis erkrankt. Die Gelenkentzündungen bildeten sich trotz konventioneller Therapie nicht wesentlich zurück.

Bei regelmäßiger Einnahme von alkoholischem Koloquintenfruchtauszug über einen Zeitraum von 6 Monaten setzte schließlich eine Besserung ein. Die Entzündungsaktivität nahm spürbar ab.

 

Fall 3 – Verbesserte Leberwerte

Durch eine routinemäßige Laborkontrolle bei einer 50-jährigen Frau wird eine Erhöhung eines Leberwertes (Gamma-GT) ohne erkennbare Ursache festgestellt. Bei ihr wurde zur Zeit des Tests ein γ-GT-Wert von 2,15 μkat/l festgestellt. Der Normalwert beim gesunden Menschen liegt bei bis zu 0,63 μkat/l.

Zur Therapie wurde alkoholischer Koloquintenfruchtauszug eingesetzt, von dem die Patientin die verordnete Dosis regelmäßig einnahm. Innerhalb von 3 Tagen ging der Wert des γ-GT auf 1,84 μkat/l zurück. Nach einem Monat hatte er sich auf 1,19 μkat/l verringert. Nach einer Behandlungsdauer von beinahe 2 Jahren und erneuter Messung hatte sich dieser Wert auf 1,1-1,4 μkat/l eingepegelt.

 

Diese auszugweisen Beispiele aus einer Vielzahl weiterer Fälle sollen belegen, dass eine ärztliche Therapie mit alkoholischem Koloquintenfruchtauszug wirksam und hilfreich sein kann.

 

 

Freiberg, 29.06.2012
Dr. med. Marion Kandler
 
Fotonachweis: © Thomas Friedrich