Ganz ohne Augen kann die Pflanze „sehen“,
sie hat „Gedächtnis“ ohne ein Gehirn,
Sie scannt die Umwelt und kann sie verstehen,
Sie warnt vor Feinden, bietet ihn‘n die Stirn.
 
Bei Bäumen Wissenschaftler unlängst fanden:
Die Wurzeln speichern nicht nur Lebenskraft,
sie unterscheiden Fremde von Verwandten,
nährn eigne Schößlinge mit Zuckersaft.
 
Verständigung gibts oberirdisch reichlich,
noch mehr das Wurzelnetz kommuniziert.
Dies „wood wide web“, sagt man, sei unvergleichlich.
Auch Pilzfäden verknüpfen‘s raffiniert.
 
Der rege Austausch klappt mit Botenstoffen.
Wie „E-Mails“ liest die Wurzel dieses dann,
auch für elektrische Signale offen,
sie Blättern ihre Botschaft senden kann.
 
Wenn Wurzeln „Wasserknappheit!“ weiterleiten
Versteh‘n die Blätter gleich das Risiko
Und stoppen die Photosynthese-Zeiten,
Damit kein Wasser mehr ausdünstet so.
 
Und Gift und Salz und Steine kann sie spüren,
die Wurzelspitze, sie ist talentiert.
Sie wächst drum rum ganz ohne zu berühren,
die Abwehr wird sehr schnell so aktiviert.
 
Ich frag: „Natur und Schöpfung und das Ganze,
war das ein Zufall wirklich nur spontan?
Ist vorstellbar dies große Wunder „Pflanze“
Denn ohne den dahinterstehn‘den Plan?
 
 
Uta Arnold, 2020
 
Heilpflanze des Jahres 2021
 

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