Die Brennnessel – Heilpflanze des Jahres 2022

Die Brennnessel (Urtica dioica L.), die zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) gehört, wurde von der Jury des NHV Theophrastus zur Heilpflanze des Jahres 2022 gewählt, weil das einheimische Gewächs so extrem vielfältig verwendet werden kann.
 
 
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Den Gattungsnamen (Urtica) verdankt sie ihren feinen Brennhaaren, die bei Berührung durch den darin enthaltenen Drüsensaft ein brennendes Gefühl verursachen und zur Quaddelbildung (Urtikaria) führen können, weshalb die unscheinbare Pflanze nicht sehr beliebt ist.
Der Inhalt eines Brennhaars setzt sich aus etwa 8 μg Flüssigkeit mit ca. 1 % Acetylcholin, 0,2 % Histamin und 0,05 % 5-Hydroxy-Tryptamin zusammen. Auch Leukotriene dürften enthalten sein. Nach dem Trocknen geht von den Brennhaaren keine Gefahr mehr aus. 
Der zweite Namensteil „dioica“ bedeutet, dass die Pflanze zweihäusig ist, d. h. es gibt weibliche und männliche Individuen.
 
Überall da, wo der Boden stickstoffreich ist, siedelt sich die bis zu 1,50 Meter hohe Pflanze an. Sie begünstigt die Humusbildung, aktiviert Mikroorganismen und trägt zu einem gesunden Boden bei.
Urtica dioica bildet lange unterirdische Ausläufer. 
Sechs Schmetterlingsarten, darunter der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge und der Admiral legen ihre Eier auf der Brennnessel ab. Danach dient sie den Raupen als Futter.
Bereits in der Antike wurden ihre Fasern zu "feinstem Tuch" verarbeitet und waren Rohstoff für Schnüre und Taschen. Im Mittelalter wurden daraus die sog. "Nesselhemden“ gefertigt.
Mit ihrem nussigen Geschmack und dem Reichtum an Vitaminen und Mineralstoffen ist sie selbst kulinarisch ein Genuss: Ob als Suppe, Nocken, Salat oder zubereitet wie Spinat.
Schon 400 vor Christus schätzte Hippokrates die Heilpflanze wegen ihrer vielfältigen Wirkungen. Ihr werden u. a. Effekte bei Rheuma, Gicht, Ischias, Hexenschuss, einigen Allergien, verschleimten Lungen und Bronchien sowie Haarausfall zugeschrieben (1).
 
Reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS/RNS), die bei übermäßiger Bildung zu oxidativem Stress führen können, werden sowohl im menschlichen Körper gebildet, als auch von außen aufgenommen. Sie können körpereigene Moleküle schädigen. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass oxidativer Stress, aber auch Entzündungen, bei der Entstehung und dem Verlauf zahlreicher Erkrankungen (Krebs-, Herz-/Kreislauf-, neurodegenerative Erkrankungen, Diabetes mellitus, altersbedingte Makuladegeneration etc.) eine bedeutende Rolle spielen. Antioxidantien wie z. B. Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, sind Gegenspieler der reaktiven Spezies und können diese neutralisieren.
 
Wirkstoffe und Eigenschaften der Brennnessel
Die Brennnessel wird wegen ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Der gesundheitliche Nutzen der Pflanze wird in erster Linie den Polyphenolen zugeschrieben. Forscher aus Deutschland, Österreich, Italien und den USA haben aktuell im Brennnesseltee einen gelben Chlorophyll-Kataboliten entdeckt und zwar Phylloxanthobilin (PxB), der antioxidativ und entzündungshemmend wirkt, vergleichbar mit bekannten bioaktiven, kleinen Molekülen, die in der Brennnessel gefunden wurden. Eine Tasse Brennnesseltee enthält ca. 50 µg PxB, wobei es eine große Schwankungsbreite, je nach Anbieter gibt. Die Substanz wurde bisher wohl übersehen (2).
Andere Wissenschaftler fanden erstmalig in einem alkoholischen Rohextrakt aus Brennnesselblättern u. a. bestimmte Hydroxyzimtsäure-Abkömmlinge (3).
 
Hydroxyzimtsäuren gehören zu den Polyphenolen.
 
Forscher aus Litauen untersuchten den Einfluss der Erntezeit auf die chemische Zusammensetzung wilder Brennnesseln. Die Blätter wurden einmal im Monat von April bis September stets am selben Platz gesammelt. Im April wiesen sie die höchsten Werte an löslichen Feststoffen und einigen Makro- und Mikroelementen (Phosphor, Kalium, Eisen, Zink) auf. Im Mai zeichneten sie sich u. a. durch Chlorophyll a und b sowie Carotinoid-Gehalte aus. In diesem Monat hatten die Blätter die höchste antioxidative Wirksamkeit der untersuchten Vegetationsperiode. Im Juli enthielten die Blätter die höchste Menge an Mangan, aber die antioxidative Wirksamkeit war die geringste im analysierten Vegetationszeitraum. Im August hatten die Pflanzen die höchsten Konzentrationen an Ascorbinsäure (Vitamin C), Phenolen und Asche, während sie im September die höchsten Gehalte an Kalzium, Magnesium und Bor offenbarten (4).
 
Auch der Standort beeinflusst den Wirkstoffgehalt
Wissenschaftler aus Kroatien sammelten vor, während und nach der Blüte, in drei unterschiedlichen Regionen (kontinental, Berg und Küste) Blätter und Stängel von Urtica dioica. Die Blätter enthielten signifikant höhere Mengen der untersuchten Bestandteile als die Stängel. Die höchste Ausbeute an Polyphenolen zeigte sich vor und während der Blüte bei den Pigmenten. Bei den Proben aus der kontinentalen Zone waren die Polyphenolwerte höher, während die Pflanzen aus den Küstenregionen mehr Pigmente enthielten. Die ORAC-Werte waren in den Proben höher, die vor und während der Blüte in der Kontinentalzone gesammelt wurden (5).
 
ORAC steht für "Oxygen Radical Absorbance Capacity", also die Fähigkeit, Sauerstoffradikale abzufangen. Der Wert gibt an, wie viele freie Radikale pro Gramm neutralisiert werden können.
 
Forscher untersuchten in einer Studie den Einfluss von 3 Kochmethoden (Kochen, Dämpfen und Zubereitung in der Mikrowelle) auf die Zusammensetzung der individuellen Phenolbestandteile, den Gesamtphenolgehalt und die antioxidative Gesamtaktivität von 8 wild wachsenden essbaren mediterranen Pflanzen, darunter Urtica dioica. Kochen reduzierte den Gesamtphenolgehalt von Urtica dioica um 75 Prozent, Dämpfen um 40 Prozent und die Zubereitung in der Mikrowelle um 56 Prozent (6).
 
Wissenschaftler aus Luxemburg und Italien schreiben die Wirkung der Brennnessel hauptsächlich dimeren Phenylpropanoiden, nämlich den Lignanen zu. Die Quantitätsbestimmung der Lignane zeigte eine hohe Zahl an Pinoresinol in den Wurzeln und Pinoresinol-Diglucosiden in jungen Internodien und Blättern (7).
 
Lignane sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die zu den Phytoöstrogenen gehören, also Substanzen, die eine ähnliche Wirkung haben wie das Hormon Östrogen.
 
Internodien sind die blätterlosen Abschnitte einer Sprossachse zwischen zwei Knoten.
 
In den Blättern und Stängeln finden sich viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, die zu den Polyphenolen zählen, aber auch Mineralstoffe wie Kieselsäure, Kalium- und Kalziumsalze, die insbesondere harntreibende Eigenschaften haben. Als Teeaufguss (frisch oder getrocknet) oder als Bestandteil von selbst gemachten grünen Smoothies ist die Brennnessel bei Entgiftungs- und Stoffwechselkuren beliebt, da sie den Gallenfluss bzw. den Stoffwechsel stimuliert.
 
Anwendung der Brennnesselblätter (Teeaufguss, Trockenextrakt, Frischpflanzensaft)
Verringert Symptome bei leichten degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen
Fördert die Wasserausscheidung bei Harnwegsinfekten
Durchspülende Effekte bei der Prophylaxe von Nierengries
Tinktur zur Pflege der Kopfhaut und Haare; bei Schuppen
Traditionell werden Brennnesselblätter außerdem äußerlich bei seborrhoischen Hautbeschwerden eingesetzt.
 
 
Die Wurzel hat sich dagegen, ergänzend zur Standardtherapie, bei gutartiger Vergrößerung der Prostata (benigner Prostatahyperplasie (BPH)) bewährt, denn die darin befindlichen Substanzen aus der Gruppe der Lektine und Sterole reduzieren den nächtlichen Harndrang und häufiges Wasserlassen beim Mann.
 
Anwendung der Brennnesselwurzel (Trockenextrakt, Tinktur)
Abschwellende und antientzündliche Eigenschaften bei gutartiger Prostatavergrößerung (8)
Genutzt wird meistens die Brennnesselwurzel (Urticae radix) der Großen Brennnessel (Urtica dioica), seltener die von Urtica urens, der Kleinen Brennnessel. Die Wirkstoffe, besonders spezifische Lektine (UDA = Urtica-dioica-Agglutinine) und Sitosterol, scheinen die Bindungsfähigkeit von Dihydrotestosteron in der Prostata zu reduzieren, wodurch der wachstumsfördernde Effekt des Hormons gehemmt wird. Zudem blockieren sie offenbar das Enzym 5α-Reduktase, so dass weniger Dihydrotestosteron aus Testosteron entsteht.
Zur Behandlung sind Extrakt-Zubereitungen von Bedeutung (Monopräparate z. B. Natu-prosta®, Prostamed® Urtica, utk uno®). Die Wirksamkeitsbeweise für Brennnesselwurzel-Extrakte sind jedoch beschränkt, da es nur relativ wenige klinische Studien gibt (9, 10, 11).
Die tägliche Einnahme eines Urtica dioica-Wurzelextraktes (450 mg) über einen Zeitraum von 12 Wochen beeinflusste bei Männern mit BPH klinisch signifikant die Punktzahl des internationalen Prostata Symptomen Scores (IPSS: Fragebogen zum Wasserlassen), die Serum-hs-CRP-Werte (das hoch sensitive C-reaktive Protein ist ein Entzündungsmarker) sowie die Malondialdehyd (MDA)- und Superoxiddismutase (SOD)-Aktivität. Nebenwirkungen traten nicht auf (12).
 
MDA entsteht biochemisch als Abbauprodukt mehrfach ungesättigter Fettsäuren und ist ein wichtiger Biomarker für oxidativen Stress.
 
Superoxiddismutase ist ein Enzym, das hilft potenziell schädliche Sauerstoffmoleküle in Zellen abzubauen, wodurch eine Schädigung des Gewebes verhindert werden kann.
 
Doch auch für Frauen könnte die Heilpflanze möglicherweise interessant sein.
Denn in einer Studie konnte Urtica dioica (450 mg/täglich) klimakterisch bedingte Hitzewallungen lindern und die Lebensqualität postmenopausaler Frauen verbessern. Sie erwies sich hierbei als ähnlich effektiv wie Akupunktur (13).
Weitere Forschungsarbeiten sind jedoch nötig, die dies bestätigen müssen. Das gilt auch für die folgenden Erkrankungen:
 
Diabetes mellitus Typ 2
In Kroatien und auf Sri Lanka wird Urtica dioica traditionell, neben anderen Heilpflanzen, bei Diabetes eingesetzt (14).
Sie soll bei Typ-2-Diabetikern die Nüchternblutzuckerwerte reduzieren (15).
Gemäß einer systematischen Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus 13 klinischen Studien konnte der Konsum von Urtica dioica folgende Werte bei Typ-2-Diabetikern verbessern: Nüchternblutzucker, HbA1c, CRP, Triglyceride und den systolischen Blutdruck (16).
 
Der HbA1c-Wert gibt an, wie hoch der Blutzucker in den letzten 8 bis 12 Wochen war. Er offenbart den Anteil an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin), an den Zucker gebunden ist.
 
Laut der persischen Medizin kann Urtica dioica sogar, neben anderen Heilpflanzen, ergänzend zur konventionellen Therapie bei akuten Atemwegsinfektionen inklusive COVID-19 eingesetzt werden (17).
 
Traditionell wird die Brennnessel auch bei Bluthochdruck genutzt. Urtica dioica-Extrakte erhöhten zudem im Reagenzglas signifikant die Empfindlichkeit von Brustkrebszellen auf Paclitaxel (18).
 
Paclitaxel ist ein Chemotherapeutikum, das bei Krebserkrankungen verwendet wird.
 
Urtica dioica zeigte bei einigen Krebsarten des Menschen zelltoxische, anti-tumorale und anti-metastatische Effekte. Italienische Forscher untersuchten die Eigenschaften der Brennnessel auf Molekular- und Zellebene. Wachstumshemmende und Zelltod-auslösende Effekte der Brennnessel offenbarten sich auch hier bei unterschiedlichen Krebsarten des Menschen. Die potente Fähigkeit bösartige Zellen und Gewebe zu schädigen sowie die anti-Krebs-Aktivität von Urtica dioica-Extrakten beruhen auf ihrem Gehalt an bioaktiven Substanzen, einschließlich Polyphenolen, die antioxidative, antimutagene und wachstumshemmende Eigenschaften besitzen. Die Wirksamkeit der Pflanze, Krebs beim Menschen zu verhindern oder zu lindern, konnte bisher aber nur im Labor sowie in Tierversuchen gezeigt werden (19).
 
Mutationen sind Veränderungen des genetischen Materials. Sie können zur Krebsentstehung beitragen. Antimutagene können die Mutationsrate senken.
 
Neben- und Wechselwirkungen
Selten sind leichte Magen-Darm-Beschwerden möglich. Wechselwirkungen sind in der Literatur nicht beschrieben. Bei Ödemen (Wassereinlagerungen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit sollte keine Durchspülungstherapie mit Brennnesselblättern, -kraut und -wurzeln erfolgen.
 
 
Passionierte Gärtner schwören übrigens auf Brennnesseljauche. Dafür nimmt man ungefähr 1 kg frische Brennnesseln pro 10 Liter Wasser. Der Ansatz wird über einige Wochen vergoren (Achtung: Geruchsbelästigung möglich!). Zur Verwendung als Stickstoffdünger sollte er circa 1:10 verdünnt werden, zur Vorbeugung gegen Schädlingsbefall kann man ihn auch unverdünnt einsetzen. Zum Vertreiben (kein Abtöten) von Blattläusen wird auch ein Kaltauszug (Mazerat) ohne Vergärung empfohlen, der sofort genutzt werden kann (20).
 
Zu guter Letzt: Brennnesselsamen sind eiweißreiche Kraftpakete
Wegen des hohen Eiweißgehaltes profitieren nicht nur Sportler von den Samen bzw. Nüsschen der weiblichen Urtica dioica. Zudem finden sich darin ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Vitamine sowie Betacarotin. Kaufen kann man sie zuweilen im Bioladen oder man sammelt sie selber. Handschuhe nicht vergessen!!! Man kappt die Stängel unterhalb der letzten Samenstände, entfernt die Blätter, streift die Samenfäden ab und trocknet sie auf einem groben Tuch. Dann siebt man die braunen Körnchen ab und gibt sie in ein dunkles Schraubglas. Sie bereichern Salate, Müslis sowie Saatenbrote (21).
 
 
Verfasserin:
Heike Lück-Knobloch
Heilpraktikerin / Medizinjournalistin
Am Pohlacker 19
40885 Ratingen
e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.lueck-knobloch.de
 
 
Literatur:
https://www.br.de/radio/br-schlager/ab-nach-draussen-wonnemonat-juni-wald-und-wiesenpflanzen-100.html, abgerufen am 12.10.21.
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Brahmi-Chendouh N, Piccolella S, Nigro E et al. Urtica dioica L. leaf chemical composition: A never-ending disclosure by means of HR-MS/MS techniques. J Pharm Biomed Anal. 2021 Feb 20;195:113892.
Paulauskienė A, Tarasevičienė Ž, Laukagalis V: Influence of harvesting time on the chemical composition of wild stinging nettle (Urtica dioica L.): Plants (Basel). 2021 Apr 2;10(4):686.
Repajić M, Cegledi E, Zorić Z et al. Bioactive compounds in wild nettle (Urtica dioica L.) leaves and stalks: Polyphenols and pigments upon seasonal and habitat variations. Foods. 2021 Jan 18;10(1).190.
Sergio L, Boari F, Pieralice M et al. Bioactive phenolics and antioxidant capacity of some wild edible greens as affected by different cooking treatments. Foods. 2020 Sep 18;9(9):1320.
Xu X, Guignard C, Renaut J et al. Insights into lignan composition and biosynthesis in stinging nettle (Urtica dioica L). Molecules. 2019 Oct 26;24(21):3863.
https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/heilpflanzen-und-ihre-wirkung/, abgerufen am 12.10.21.
https://www.ptaheute.de/aktuelles/2021/02/17-02-2021/benignes-prostatasyndrom-was-bewirken-brennnesselwurzel-und-sabalfruechte, abgerufen am 12.10.21.
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Apothekenzeitung my life 18/2021, S. 11